Alkohol am Steuer ist der häufigste Grund für eine MPU. Schon eine einzelne Fahrt mit hoher Promillezahl kann genügen. In diesem Artikel erfahren Sie, ab wann eine Alkohol-MPU droht und wie Sie sie erfolgreich meistern.
Auffälligkeiten mit sehr hohen Werten (z. B. über 1,6 Promille ohne deutliche Ausfallerscheinungen) deuten auf eine Alkoholgewöhnung hin – das prüfen die Gutachter besonders kritisch.
Im Zentrum steht der Abstinenznachweis – entweder vollständige Abstinenz oder, in geeigneten Fällen, kontrolliertes Trinken mit Trinktagebuch und Leberwerten. Der Abstinenznachweis erfolgt meist über eine Haaranalyse (EtG) über 6 oder 12 Monate.
Der Gutachter möchte erkennen, dass Sie verstanden haben, warum es zur Tat kam und was Sie konkret geändert haben. Floskeln und auswendig gelernte Sätze fallen negativ auf. Gefragt ist eine ehrliche, individuelle Aufarbeitung Ihrer Alkoholgeschichte.
In der Regel ab 1,6 Promille zwingend. Zwischen 1,1 und 1,6 Promille ist sie je nach Einzelfall möglich, bei Wiederholung schon früher.
Nicht zwingend. Bei reinem Missbrauch kann kontrolliertes Trinken nachgewiesen werden. Bei Abhängigkeit ist meist vollständige Abstinenz erforderlich.
Üblich sind 6 oder 12 Monate, abhängig von der Vorgabe Ihrer Führerscheinstelle und der Schwere des Falls.
Eine oberflächliche oder auswendig gelernte Aufarbeitung im Gespräch. Gutachter erkennen das sofort – Ehrlichkeit und echte Verhaltensänderung zählen.